12.05.20

Das Kindergartenteam in der Auszeit?

Was macht denn das Petruskindergartenteam in der Corona-Auszeit?

Uns hat die plötzliche Schließung des Kindergartens richtig überrannt. Für einige Zeit waren wir, wie auch das Land, in einer regelrechten Schockstarre. Von heute auf morgen sollen alle zu Hause bleiben, Kontaktsperre, Mundschutzpflicht, Hamsterkäufe. Von einem Moment auf den nächsten haben sich unser Weltbild, unser Alltag und unser Leben komplett verändert. Damit mussten wir erst einmal arbeiten. Und so langsam haben wir uns an diese Situation gewöhnt und viele neue, kreative Ansätze entwickelt, trotzdem eine gute Arbeit zu leisten, auf dem Laufenden zu bleiben und uns zu vernetzen. Nicht nur im Team sondern auch mit den Familien.

Im Moment arbeiten wir in der Notbetreuung. Seitdem gibt es einen neuen Dienstplan. Auch wenn dafür nicht die Anwesenheit des gesamten Teams erforderlich ist, sind die Kollegen auch zu Hause im Home-Office und im Schichtwechsel fleißig und beschäftigt. Neben praktischen Aufgaben, wie das Ausmisten und teilweise Umgestalten der Gruppen, konnten wir am BETA-Handbuch arbeiten, um die Qualität der pädagogischen Arbeit zu sichern. Es konnten qualitätsrelevante Themen als Aufgaben zu Hause erarbeitet werden, die dann in den kommenden Teamsitzungen vorgestellt und diskutiert werden. Wir haben uns mit unterschiedlichen Themen beschäftigt: Feinfühligkeit, Partizipation, Kinderparlament, Resilienz, Systemische Hypothesenbildung und alltagsintegrierte Sprachförderung. Auch an einem Hygieneplan nach den neuen Anordnungen arbeiten wir. Zudem haben wir unseren pädagogischen Tag und die Kooperationstreffen gemeinsam mit dem Johanneskindergarten geplant, an denen wir mit der Ausarbeitung unseres Schutzkonzeptes beginnen werden. Die Zeit im Home-Office haben wir genutzt und viele gute Ansätze entwickelt, die wir in unserer pädagogischen Arbeit umsetzen können.

Das Team ist weiterhin motiviert und wir halten zusammen. Vor allem ist es uns wichtig, den Kontakt zu den Familien nicht zu verlieren. Mit einem regelmäßigen Impulsbrief an die Familien per E-Mail geben wir ihnen Tipps wie z.B. Spiel- und Bastelideen. In regelmäßigen Telefonaten haben wir mit den Familien und teilweise auch mit den Kindern sprechen können. Uns ist es wichtig zu wissen, wie es unseren Familien zurzeit geht. Dabei sind für uns aktives Zuhören und beratende Gespräche von großer Bedeutung.

Wir sind täglich zwischen 08:00 - 13:00 Uhr telefonisch erreichbar, aber auch per Mailkontakt findet ein reger Austausch statt. Wir haben zu Ostern einen Bastelbrief verteilt, einen persönlichen Brief an die Kinder geschrieben und eine kleine Überraschung zum Muttertag verschickt. Wir waren gerne die Postboten. Im Moment verschicken wir kleine Videos, in denen wir vor der Kamera singen, eine Vorlesegeschichten aufnehmen, eine biblische Geschichte erzählen… so begegnen wir den Kindern und wir bleiben im Kontakt. Wir wollen den Familien in dieser krisenhaften Zeit nahe sein und setzen unsere ganze Kraft dafür ein und hoffen, dass ein Wiederstart für alle Beteiligten gut sein wird.

In diesem Sinne möchten wir uns bei Ihnen, liebe Eltern, für die gute Zusammenarbeit, die Ideen, die liebe Post und auch bei den Kindern für die bemalten Steine, Bilder und Briefe bedanken. Sie machen das richtig gut - herzlichen Dank!

Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit den Familien und den Kindern.
Wir vermissen Euch alle sehr!
Ihr Petruskindergartenteam