Wissenswertes über unsere Kirchen

 
 
 

Petruskirche

Aktuelles

Die Petruskirche hat rund 400 Sitzplätze, auf denen Sie mit uns jeden Sonntag um 09.45 Uhr Gottesdienst feiern können. Zum stillen Gebet steht die Petruskirche täglich von 9 bis 17 Uhr für Sie offen. Gerne können Sie dieses Angebot nutzen zu Andacht und Stille, zu Besichtigungen mit ihren Gästen oder Gesprächen mit ihren Kindern. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Historisches

2013 war unser Jubiläumsjahr: Die Petruskirche wurde 550 Jahre alt. Die Kirche hat eine lange Geschichte: Die Petruskirche ist (zumindest in Teilen) das älteste Gebäude der Stadt Gerlingen.

Baubeginn war 1463. Ein Schlußstein des spätgotischen Chorgewölbes mit dem Wappenschild der Herzöge von Württemberg gibt einen ungefähren Hinweis auf das Ende der Bauzeit. Dieses Wappen gaben sich nämlich die Herren von Württemberg im Jahre 1495, als ihre bisherige Grafschaft auf dem Reichstag zu Worms zum Herzogtum erhoben wurde.

Trotz vieler baulicher Veränderungen in ihrer über 550-jährigen Geschichte ist in der Petruskirche auch noch einiges aus der Erbauungszeit erhalten geblieben. So z. B. das beachtenswerte spätgotische Netzgewölbe des Chores mit wertvollen Schlußsteinen. Teilweise noch auf Fratzenkonsolen ruhend, tragen scharfkantige Rippen ein reichverzweigtes Gewölbe. Seine Kreuzungspunkte, mit Goldauflage versehen, sollen Sterne am Himmel symbolisieren.

Bedeutsam ist auch die überlebensgroße, in auffallend langgestreckter Körperhaltung dargestellte ausdrucksstarke Christusfigur am Kreuz hinter dem Altar aus dem 15. Jahrhundert.
 
An der südlichen Außenmauer der Sakristei befinden sich die Schillergräber. Hier liegen die jüngste Schwester und der Vater Friedrich Schillers begraben, die beide 1796 gestorben sind.

Kirchenführer

Neugierig geworden? Weitere spannende Details und schöne Bilder der Petruskirche finden Sie im Petrus-Kirchenführer.

Lukaskirche

Aktuelles

Die Lukaskirche hat rund 300 Sitzplätze, auf denen Sie mit uns jeden Sonntag um 10 Uhr Gottesdienst feiern können. Am ersten Sonntag im Monat feiern wir um 11 Uhr Gottesdienst. Am Dienstag Nachmittag von 14 - 18 Uhr ist die Lukaskirche für Sie geöffnet. Sie haben dann die Gelegenheit in der Stille der Kirche zur Ruhe zu kommen und zu beten. Gerne können Sie an unserem Andachtsstein eine Kerze entzünden. Besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Historisches

1965 erfolgt der Spatenstich zum Bau der Lukaskirche. Am 28. Mai 1967 wird die Lukaskirche eingeweiht. Am 1. Advent 2009 erfolgt die Einweihung der neu renovierten Lukaskirche. Neben neuen technischen Möglichkeiten von Licht, Ton und Bild, fällt nun beim Betreten des Kirchenraumes der Blick des Besuchers sofort auf das goldene Kreuz. Hell, leuchtend, strahlend bestimmt es den Kirchenraum. Das leere Kreuz symbolisiert das „ganz andere“, das ewige Leben, den Sieg Gottes über Kreuz und Tod. Das Gold findet sich sonst im Raum nur im Leuchter der Osterkerze.
 
Die weiße Wand links von der Kanzel bis zur Empore reflektiert das Licht der Beleuchtung, das die Lukaskirche durchströmt. Bei Tag korrespondiert sie mit der rechten Wand, deren Fensterfläche die größte natürliche Lichtquelle bietet. Helligkeit links und rechts sowie durch die Fensterlinie oben rahmen die Altarwand ein und sind ein weiterer Anreiz für den Besucher, die Aufmerksamkeit auf das Kreuz zu lenken.

Der separat stehende schlanke Kirchturm beherbergt 4 Glocken und ist begehbar. Kinder, die an den Ko-Kids teilnehmen und die Konfirmanden besteigen ihn gemeinsam mit der Pfarrerin und genießen die wunderbare Sicht, die sich vom Balkon des Turms bietet.

Seit dem Jahr 2018 hat die Lukaskirche eine Andachtsecke zur Besinnlichkeit und zum Gebet. Sie befindet sich neben dem Grundstein der Kirche. Es handelt sich um einen behauenen Findling aus Muschelkalk, in den ein Kreuz eingeschnitten wurde. Eine Metallschale dient dem Abstellen von Kerzen.

 

Die Orgel der Petruskirche

Disposition

Die Orgel verfügt über 27 klingende Register, verteilt über 2 Manuale und ein Pedal mit insgesamt ca. 1.850 Pfeifen.
I. Manual (Hauptwerk) Prinzipal 8' Spitzflöte 8' Oktave 4' Flöte 4' Nasat 2 2/3' Oktave 2' Waldflöte 2' Terz 1 3/5' Septime 1 1/7' Mixtur 5-6 fach Trompete 8' Tremulant
II. Manual (Oberwerk) Gedeckt 8’ Salizional 8’ Prinzipal 4’ Pommer 4’ Oktave 2’ Gemsquinte 1 1/3’ Scharf 5-fach Oboe 8’ Tremulant
Pedal Subbass 16’ Zartbass 16’ Oktavbass 8’ Violonbass 8’ Choralbass 4’ Rauschpfeife 2 2/3 und 2’ Basszink 3-fach, 2 2/3 Stille Posaune 16‘ Tremulant
Spielhilfen Koppeln, II/I, I/P, II/P, Suboktav II 16/I, 3 freie Kombinationen, Tutti, Zimbelstern

Aktuelles

Nachdem die Petruskirche von Mai bis Dezember 2012 restauriert und verschönert wurde, lag es nahe, in diesem Zusammenhang auch die Sanierung der Orgel vorzunehmen. Seit der letzten großen Ausreinigung hatte sich eine Menge Staub in ihrem Innern angesammelt, Temperaturschwankungen und Heizungsluft hatten Risse im Holz verursacht, Lederteile waren spröde geworden und Filze abgenutzt. Das hieß: Alle 1850 Pfeifen mussten ausgebaut und gereinigt, zum Teil ausgebeult oder gelötet werden. Ebenso wurden die Klaviaturen herausgenommen und überholt und unzählige mechanische Kleinteile auf Abnutzungserscheinungen überprüft und repariert oder ersetzt. Auch der Klang der Orgel sollte neben den technischen Sanierungsarbeiten noch verbessert werden.

Zwar verhindert der Bogen zwischen Chorraum und Kirchenschiff eine volle Klangentfaltung in den Kirchenraum, trotzdem gelang es Orgelbaumeister M. Mauch aus Schwäbisch Hall zusammen mit seinem Mitarbeiter OBM T. Trefz mehr Klangpräsenz bis in die letzten Kirchenbänke zu schaffen. Eine neue zusätzliche Pfeifenreihe einzubauen war aus Platzgründen nicht möglich, denn das barocke denkmalgeschützte Orgelgehäuse durfte nicht verändert werden. Also wurde im Pedal das leise Gemsrohrpommer 8’-Register durch ein etwas kräftigeres Violonbass-Register ausgetauscht und der 16’Pommer auf dem 1. Manual durch ein Trompetenregister 8’ ersetzt. Neu ist auch eine sogenannte Suboktavkoppel. D.h. die Töne des oberen Manuals können eine Oktav tiefer auf dem unteren Manual mitklingen. Neben diesen Veränderungen war die Überarbeitung der Intonation von maßgeblicher Bedeutung. Durch feinste technische Eingriffe gestaltete Herr Tilmann Trefz den Klang einer jeden Pfeife durchdringender, weicher oder strahlender und gab der ganzen Orgel dadurch noch mehr Kraft, Farbigkeit und Glanz.

Der Orgelsachverständige der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Herr Volker Lutz, der in der Stuttgarter Region historische als auch neue Instrumente betreut und den Bau neuer Orgeln beaufsichtigt, hat die Sanierung von Anfang an beratend begleitet.

Historisches

Die Gerlinger Petruskirche wurde 1463 auf den Resten einer bereits 1275 urkundlich erwähnten Vorgängerkirche erbaut. Doch erst im Jahr 1678 erhielt die Kirche ihre erste, damals noch einmanualige Orgel. Sie war nach den überstandenen Wirren des 30-jährigen Krieges gestiftet worden, stand im Chorraum auf einer kleinen Empore und war über eine kleine Treppe von außen zugänglich. Drei Jahre später erhielt sie ihre barocken Verzierungen und den Anstrich durch den Maler H.W. Buchenau, der auch schon die Bilder für die Empore gemalt hatte.

Nach notwendigen Reparaturen in den Jahren 1700 und 1738 wurden 1739 schließlich ein Pedal mit drei Bassregistern sowie der Zimbelstern eingebaut. Bei der großen Kirchenrenovierung 1741 ließ Pfarrer Fackler die Orgel auf die gegenüberliegende Empore versetzen, wodurch der Kirchenraum mehr Licht erhielt und die Schönheit des Chorraumes besser zur Geltung kam. Aber bereits 1744 holte man sie auf Wunsch der Gemeinde wieder in den Chorraum zurück. 1746 beauftragte man einen "herumziehenden Orgelmacher" mit der Stimmung der Orgel. Im Jahr 1796 nahm Orgelmacher G. L. Koch aus Oberboihingen dann eine durchgreifende Ausbesserung der 10-registrigen Orgel vor. Sie wurde um ein Prinzipal 8’Register erweitert, um, wie es hieß, den "grilligen Orgelton stärker und männlicher zu machen". Das Orgelgehäuse erhielt rechts und links schön verzierte, mit Urnen abschließende Seitenfelder. In diesem Zustand verblieb die Orgel nun für die nächsten 100 Jahre. Seit 1898 wurde sie jährlich von der Orgelbaufirma Weigle in Echterdingen gestimmt und gewartet.

Da das Pfeifenmaterial im Laufe der Zeit zerdrückt und verbogen war und die Zinnpfeifen des Prinzipal 8’ im 1. Weltkrieg beschlagnahmt und eingeschmolzen worden waren, fasste man 1921 den Beschluss zum Neubau einer Orgel in das bestehende Gehäuse. Erstmals gab es elektrischen Strom zur Windversorgung. Bis dahin hatten Balgtreter für den gleichmäßigen Winddruck gesorgt.
1941 entfernte man die Orgelempore im Chorraum und das Instrument wurde auf den Boden gesetzt, so dass das Deckennetzgewölbe ganz neu zur Geltung kam. Im Jahr 1968 schließlich baute die Firma Weigle den heutigen Spieltisch mitsamt der mechanischen Spieltraktur, einer elektrischen Registertraktur und Spielhilfen in das inzwischen denkmalgeschützte Gehäuse ein. Neue Register kamen hinzu. Pfeifen, die zuviel Blei enthielten, wurden ersetzt, die Tretbälge wurden endgültig abgebaut. In den Jahren 1982 und 1999 fanden Ausreinigungen statt durch die Orgelbaufirma Mühleisen aus Leonberg. Die folgende Betreuung übernahm Firma Güldner aus Heimerdingen.

Glossar

Im folgenden Dokument - Kleines Orgelglossar - erfahren Sie die Bedeutung der wichtigsten Orgel-Begrifflichkeiten.